Die Abschlussrechnungen sind teurer als jede monatliche Miete.
Ich habe über die Corporate Benefits meines Arbeitgebers bei damals noch eazycars (heute eazymobility, hinter beiden steht die Fleetpool) ein Auto-Abo für 6 Monate abgeschlossen – und leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Das Fahrzeug wurde mir bei Übergabe stark verschmutzt (innen verdreckt, außen mit Baumharz-Flecken) übergeben. Dieser Zustand wurde zwar protokolliert, ist aber für ein Abo-Fahrzeug absolut unangemessen. Nach Beschwerde beim Kundenservice wurde immerhin eine Reinigung veranlasst.
Bei der Rückgabe wurde es dann kurios: Laut Prüfer war im System hinterlegt, das Fahrzeug sei angeblich nicht verkehrssicher (Antriebsstrang defekt, Spur verzogen etc.) und hätte so nie herausgegeben werden dürfen. Der Prüfer selbst stellte infrage, ob es sich überhaupt um das korrekte Protokoll handelt. Im tatsächlichen Rückgabeprotokoll wurden lediglich verschlissene Reifen, ein beschädigter Reifen, ein Kratzer sowie eine kleine Delle festgehalten.
6 Monate nach Rückgabe erhielt ich eine Schadensrechnung über 555 €. Dieser widersprach ich, da laut AGB normale Reifenabnutzung nicht vom Kunden zu tragen ist. 1,5 Jahre später (!) meldete sich das inzwischen umfirmierte Unternehmen erneut – diesmal per Einschreiben, nachdem die erste Forderung per E-Mail gekommen war – mit derselben Forderung. Nach erneutem Widerspruch wurde zumindest der Posten „verschlissene Reifen“ gutgeschrieben. Eine anwaltliche Prüfung ergab zudem, dass es sich rechtlich um einen Mietvertrag handelt und nach dieser Zeit vieles ohnehin nicht mehr durchsetzbar wäre.
Trotzdem erhielt ich später ein weiteres Anwaltsschreiben mit Inkasso-Androhung und zusätzlichen Kosten wegen eines Restbetrags von rund 250 €. Da meine zwischenzeitlich gewechselte Rechtsschutzversicherung nicht mehr griff und ich weder Zeit noch Nerven für einen Rechtsstreit aufwenden wollte, habe ich den Restbetrag schließlich bezahlt – obwohl ich die Forderung weiterhin für fragwürdig halte.
Ich bin froh, dass unser Unternehmen die Zusammenarbeit mit diesem Anbieter beendet hat – nicht zuletzt, um andere davor zu schützen.
Mein Fazit: Unklare Protokolle, sehr späte Forderungen und unnötiger juristischer Druck wegen kleiner Beträge hinterlassen einen äußerst schlechten Eindruck. Ich würde weder eazymobility noch anderen Anbietern aus dem Fleetpool-Umfeld erneut vertrauen und kann nur zur Vorsicht raten.








